Also. Zu Snogard fahren, Festplatte kaufen (Samsung, 400 GB, 99,90 €). Den Trottel vor einem verfluchen, der den einzigen fachkundigen Menschen in dem ganzen Laden für geschätzte 2342 Stunden in Beschlag nimmt, weil sein scheiss Egoshooter-Computerspiel mit der wassergekühlten Grafikkarte nicht läuft, er aber keine Luftkühlung in seinen Rechner einbauen möchte, weil der Rechner doch ein Plexiglasgehäuse hat und die Wasserschläuche beleuchtet sind und das ja wohl gar nicht geht, dass man dann da ein luftgekühltes Grafikkartendingsi einbaut. Der Rechner macht nämlich keine Geräusche, nur die Festplatten. Sonst nix. Ja, wenn das so ist.. In der Schlange hinter mir brechen die ersten Leute vor Erschöpfung zusammen, was jedoch von dem Einmannverkaufs- und Kundenberatungsteam völlig unbemerkt bleibt, da diese Kunden offensichtlich keine Nummer für die Kassenschlange gezogen haben. Wer keine Nummer hat, existiert auch nicht.
Ich beschließe, dass diese Leute als verloren gezählt werden müssen und kümmere mich um meinen eigenen Kram. Weiter im Text. Nachdem der wassergekühlte Vollidiot endlich das Feld geräumt hat, erlebe ich, als ich mich mit letzter Kraft an seinem Verkaufstresen hoch ziehe, einen kurzen Moment des Glücks. Der einzige sachkundige Mitarbeiter geht nicht - wie von mir eigentlich erwartet - in seine wohlverdiente Mittagspause - sondern fragt doch tatsächlich nach meinem Begehr. Aber was wollte ich noch gleich und was macht dieser picklige Brillenheini in meinem Wohnzimmer? Ach so. Festplatte her und ein externes Gehäuse will ich auch noch mitnehmen. Nein, nicht das Pinke. Schwarz Matt. Genau. Zur Kasse, nicht jedoch ohne zuvor die entsprechende Kassenschlangenwartenummer gezogen zu haben. Meine neue Identität lautet "Nummer 196". Schon fünfzehn Minuten später darf ich meine zwei Artikel an Kasse Nummer Drei - nein, nicht entgegennehmen - bezahlen. Schönen Tag noch - ja, kann nur besser werden.
Danach geht es zur Warenausgabe. Steigen Sie über die vertrocknenden Kunden ohne Wartenummer. Eingang raus, ums Haus herum dideldumm, Eingang rein, in die Schlange einreihen, diesmal allerdings ohne extra Wartenummer. Schon fünfzehn Minuten später darf ich meine zwei Artikel - richtig - entgegennehmen. Schönen Tag noch - JA! ICH WEISS!
So. Festplatte aus der Verpackung und flugs in das externe Gehäuse gepresst. Geht. Anschließen via USB 2.0. Geht. Festplatten-Dienstprogramm öffnen. Partition erstellen. Uuuuund: Festplatte klonen. Geschätzte Zeit: 9 Stunden.
Ok, dann machen wir da eben morgen weiter.
Gute Nacht, Internet. Schlafen Sie gut.